DasSoldatenDing

Kulturelle Bildung

Seit 2011 engagiert sich zeitraumexit im Bereich der kulturellen Bildung in Schulen und Jugendhäusern und nutzt dabei eine seiner Kernkompetenzen, die Performancekunst: Durch die Direktheit der Darstellungsform kann sich in Performances jeder zu seinen lebenswichtigen Themen äußern - durch Sprache, Bewegung oder szenische Bilder. Performance wird als Möglichkeit der umfassenden Kreativitätsbildung genutzt, mit dem Ziel, alle zur Verfügung stehenden Fähigkeiten und Potentiale zu nutzen, um Erfahrungen zu machen, Erkenntnisse zu gewinnen und Bedeutungen zu formulieren. Unter der Leitung von Wolfgang Sautermeister wurden in den vergangenen Jahren Projekte in Kooperation mit der Kerschensteiner Gemeinschaftsschule Mannheim-Schönau, der Hermann-Gutzmann-Schule in Mannheim-Gartenstadt, der Johannes-Kepler Werkrealschule Mannheim und dem Jugendhaus Mannheim-Vogelstang erfolgreich realisiert.

Bei Interesse an einer Zusammenarbeit im Bereich der kulturellen Bildung senden Sie bitte eine eMail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Oh my God

Jugendliche wachsen in einer Zeit auf, in der Religion mehr denn je in die Politik eingreift. Das Projekt erforscht mit künstlerischen Mitteln den Umgang mit Ritualen und heiligen Bildern. Es wimmelt von Idolen, Propheten, Prophezeiungen, Anführern, himmlischen Heerscharen, heiligen Kriegern. Von Xavier Naidoo bis „Haftbefehl“ wird über den Glauben gerappt. Lichtgestalten auf der Bühne, im Internet – Big Brother is watching you.

Das Soldaten Ding

„Wenn ich zwei Leben hätte, würde ich einmal in den Krieg ziehen und einmal nicht.“ Was gehört alles zu diesem „Soldaten-Ding“? Ist Soldat sein ein Beruf, ein Lohnerwerb, bei dem man sein Leben aufs Spiel setzt? Oder vielmehr eine Berufung,  mit Stolz und Ehre sein Land zu verteidigen? Welche Rolle spielt der Frieden und welche vielleicht auch die Abenteuerlust? Die Performer legen Tarnkleidung an und ergründen die Dimensionen zwischen Krieg und Frieden, Verteidigen und Angreifen, Töten und Sterben, Gewalt und Verweigerung. Zwischen den Narrativen Disziplin, Angst, Leid, Stolz und Ehre entsteht ein szenischer Mix aus Videoprojektion und Live-Performance. Ein Performance-Spiel zwischen Kontrolle und Ausnahmezustand.

X Ängste

XAengste VSeit 2012 realisieren Christian Wagner (Kunstlehrer und Diplompädagoge) und Wolfgang Sautermeister (Künstler und Künstlerischer Leiter bei zeitraumexit) erfolgreich gemeinsam Performance-Projekte mit Jugendlichen für die sie bereits mehrfach ausgezeichnet wurden. Zuletzt erarbeiteten sie mit Schüler*innen der Kerschensteiner Gemeinschaftsschule Schönau das Projekt „X Ängste“, das im Dezember 2015 bei zeitraumexit zu sehen war.

Wie die Tiere!

In Kooperation mit der Herrmann-Gutzmann-Schule für sprach- und hörgeschädigte Kinder arbeiten die professionellen Künstler/innen Wolfgang Sautermeister und Silvia Szabo wöchentlich mit den Kindern und Jugendlichen im Alter zwischen 10 und 14 Jahren unter dem Titel "Wie die Tiere!". Mit Mitteln der Performance- und Videokunst erkunden sie gemeinsam neue Ausdrucksformen und Möglichkeiten der Selbstdarstellung. In den Workshops erarbeiten die Kinder und Jugendlichen eine Performance, in der sie in die Rolle des Tiers schlüpfen, sich verkleiden, aber auch ihre Stimme verwenden und erforschen. Mit Gedichten, Liedern und Songs, in denen Tiere eine Rolle spielen, beschäftigt sich die Gruppe mit den Möglichkeiten der Tierwelt. Die Gruppe besucht einen Hundeverein, beobachtet Schnecken und Kanarienvögel und erforschen aus der Nähe und aus der Ferne die Eigenarten der Tierwelt. Das Projekt soll mit einer kleinen Aufführung auf der Bühne im zeitraumexit nach zwei Monaten abschließen. Neben der individuellen Entwicklung der Kinder und Jugendlichen leistet das Projekt einen Beitrag zur gesellschaftlichen Teilhabe.

Den Tiger in dir erwecken, wie ein Löwe brüllen und schlau sein wie ein Fuchs – Allzu menschlich tierisch gibt sich der homo sapiens, schmückt sich einerseits mit positiven Attributen, wählt gleichsam aber auch negative, um gesellschaftliche Normverletzungen anzuzeigen. Die Performer erforschen das Anziehende, Irritierende und Abgründige zwischen Mensch und Tier, gehen unterschiedlichen Kommunikations- und Ausdrucksformen auf die Spur und untersuchen den schmalen Grat zwischen Faszination und Abstoßung.

Spiel ohne Grenzen

Das zweite Kooperationsprojekt von Kerschensteiner Gemeinschaftsschule und zeitraumexit lotet die vielschichtige Situation des Spielens aus: „Wir spielten Krieger und Kriegerin; wir haben falsch gespielt; wir haben Mann und Frau gespielt; wir haben Spiele nicht ernst genommen." Wer spielt mit wem was für ein Spiel? Und: Wann eskaliert, was harmlos begann? Premiere am 6.12.2013 bei zeitraumexit.